Neubau Heloponte

So beschlossen in der 3. Runde des Runden Tisches! Bild: Löweneck + Schöfer
So hätte das Familien- und Sportbad ausgesehen!
Letztlich geht es doch nur um die Frage, wer hat den "Schwarzen Peter"? Die Legislative oder die Exekutive!

Anstelle eines Vorwortes sei ein Blick auf das Luisabad in Marburg gerichtet, das von 1927 bis 1997 bestand.
Neubau Heloponte

Am 3. April fand in der Wildunger Wandelhalle der 3. "Runde Tisch" im Rahmen des Workshops "Neubau Heloponte" statt.
A priori zur Erinnerung. In unserem Wahlprogramm
SPD Bad Wildungen, unsere Stadt – unsere Politik 2016-2021 forderten wir:

  • "Wir stehen für den Neubau des Heloponte als Familien- und Tourismusbad am alten Standort!"

    Alle Planung fusst auf der Mutter der Gutachten, dem Kannewischergutachten. Was wollte Kannewischer?

  • Kosten sparen mittels Halbierung der Beckenlänge draußen auf 25 Meter und Schließung am Montag, denn am Samstag hat sich jeder reinliche Bürger ja bereits gebadet.
  • Erhöhung der Besucherzahl durch Erweiterung der Saunalandschaft zu einer "Therme."
  • Der Bürgermeister war der Ansicht, eine Therme gehöre in die Nähe eines Hotels und zwar ins Bornebachtal und schlug damit einen neuen Standort für das Hallenbad vor.
    Das wiederum wollte wohl kein Parlamentarier/keine Parlamentarierin.
  • Deshalb entschieden sich die am Runden Tisch zusammensitzenden Planungs- und FinanzausschussmitgliederInnen in ihrer dritten Runde am 3. April 2017 gegen ein Jugend- und Familienbad aber:
  • – für ein 25-Meter-Becken (Der Clou hierbei soll ein Hubboden sein, der ein Lernschwimmbecken daraus macht) mit fünf Bahnen, einem Planschbecken für Kinder und einem 100qm Außenbecken für die vier Sommermonate und
  • – für eine Therme mit je einem Heiß- und Kaltbecken, einem Klang-Farbbecken und einem ganzjährig auf 32 Grad Celsius Wassertemperatur gehaltenen Außenbecken.
    Innen: Infrarotkabinen, ein Textildampfbad, ein Gradierwerk und Ruheräume, unterschiedliche Heißkabinen, Dampfbad und eine Blockbohlen-Außensauna und letztlich auch
  • – für einen Gastronomiebereich.
  • Die Baukosten sollen 24 Mio. € (Die GRÜNEN sprechen von 26 Mio. €) betragen. Was letztlich auf die Stadt und ihre Bürger zukommt, wird voraussichtlich wesentlich höher liegen.
    Matheschülerinnen der GSE rechnen mit einer Kostensteigerung zwischen Planung und Abrechnung einer öffentlichen Baumaßnahme um den Faktor pi.
    Was bei dem Bau des Großstadtflughafens in Berlin geschehen ist, kennen Sie bereits aus Presse, Funk und Fernsehen.
  • Der jährliche Zuschuss sollte 2 Mio. nicht übersteigen.
  • Der Eintrittspreis bei 18 € liegen.

    Nachtrag:
    Wie ein Donnerschlag durchfuhr es die etwa 13. Stvv. am 8. Mai nach Christi Geburt, als die CDU-Fraktion mit einem Dringlichkeitsantrag antrat und ein Moratorium forderte, das aufklären solle, was in Sachen Neubau Heloponte eigentlich los sei. Und warum sich der Bürgermeister so spät geoutet habe und wieviel m³ Wasser verbraucht würden usw. usw.
    Unser Fraktionsvorsitzender Walter Mombrei – seines Zeichens Finazbeamter – machte dann eine Rechnung auf, die zeigte, was finanziell ginge und was die Kommunalaufsicht canceln würde. Da blickten alle Parlamentarier erbarmungslos unter sich und schwiegen eine gehörige Weile.
    Der Fraktionsvorsitzende der CDU versuchte dann in seinem Schlusswort noch eine verzweifelte Rechtfertigung dem Plenum aufzunötigen, der man ihre vollumfängliche Vergeblichkeit a priori allerdings ansehen konnte.

  • Die angeblich LINKE-Fraktion stellte in der Stvv. am 8. Mai 2017 auch noch den Standort in Frage.
  • Deshalb: Alle ParlamentarierInnen zurück auf: Los.
    (MaMa)