Humor ist …

Treffen mit Marx in einem Moskauer Museum 1972 Bild: Manche Menschen mögen andere nur wegen ihrer Hautfarbe nicht.
Das Fenster im altehrwürdigen Weimarer Hotel "Königin Augusta".

Am Anfang aller Ausführungen (Beiträge) steht ein Ausspruch, der dem von mir (MaMa) hochverehrten Schauspieler Groucho Marx zugeschrieben wird. Und zwar soll er gesagt haben:"Es würde mir nie im Traum einfallen, einem Club beizutreten, der bereit wäre, mich als Mitglied zu akzeptieren!"

Humor und Kunst; wo treffen sie sich?
Bei den Karikaturisten und den Cartoonisten!

Als in Bayern noch der Prinzregent Luitpold regierte und die politischen Verhältnisse bestens geordnet waren, reimte der Dichter Ludwig Thoma: "Was ist schwärzer als die Kohle?/ Als die Tinte?/ Als der Ruß?/ Schwärzer noch als Rab´ und Dohle/ Und des Negers Vorderfuß?/ Sag mir doch, wer dieses kennt!/ – Bayerns neues Parlament."
Gewiss, das Wort "Neger" hätte er streichen müssen, das geht gar nicht, und ja, der süffisante Unterton gegenüber christkatholischen Volksvertretern wäre auch nicht nötig gewesen. Die konnten doch nichts dafür, dass die Bayern stets die Politiker wählen, die der Pfarrer bei der Sonntagspredigt empfohlen hatte. (Aus: Das Streiflicht; Süddeutsche Zeitung vom 5./6. März 2016)
Doch diese Denke gilt noch heute in jenem schwärzesten aller Bundesländer: Im Sept. 2015 nannte Bayerns Innenminister Herrmann Roberto Blanko einen "wunderbaren Neger," was dieser noch nicht mal als kränkend empfand.
Und wie hieß der Bundespräsident, der seine Reden stets begann mit: "Meine Damen und Herren, liebe Neger!"???

Anlässlich einer Studienreise des Theodor-Litt-Kollegs in Kassel im Rahmen eines "Geschichtskurses Sovjetunion", den der hervorragende Pädagoge Gerhard Sonntag leitete, traf sich unser Schriftführer und Administrator mit Karl Marx in einem Moskauer Museum. Ist die Ähnlichkeit nicht frappierend?

Aus diesem Hotelfenster im Hotel Augusta in Weimar rief Karl Marx am Rosenmontag des Jahres 1849 den generalstreikenden Berg- und WerftarbeiterInnen die ihn berühmt gemacht habende Forderung zu: "Meine lieben Proletarierinnen und Proletarier aller Länderein einigt Euch mit den Banken, denn die lässt Vater Staat nie im Stich. Schaut Euch nur die Krise in 2008 an!"

Mit den Spenden der CIA kaufte sich Willy Brandt 1967 seinen ersten Farbfernseher. Und wie ihr seht, hat er die Hand immer noch am Drücker.

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